Montag, 19. Februar 2018

Massenspinnerei

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Mein Spinnfaserstart in das neue Jahr begann mit dem Zuwachs von Spinnfasern. Ausgerechnet! Das, was ich vermeiden wollte. Eine Freundin brachte mir einen Beutel frisch ausgekämmte Taya mit, eine einjährige Australian Shepherd Dame, die eine Menge Flauschigkeit mit sich herumträgt. So hatte ich schon zu Beginn des Jahres plus 72 Gramm Fasern auf der Uhr. Eigentlich dachte ich, ich würde mich dem gleich im Januar zuwenden, aber beim Herausnehmen aus der Tüte flogen die Flusen überall hin, ähnlich wie beim Angora, so dass ich das definitiv im Sommer draußen verspinnen werde. Was ich stattdessen begonnen habe, ist das Spinnen einer Faser, die echt schon seit 2013 hier herumliegt. Warum also nicht das Feld von hinten aufräumen? Es handelt sich um ein Gemisch aus 50% Babykamel und 50% Merino, das ich mal beim Das Wollschaf gekauft habe.


Der Kammzug fühlt sich wunderbar soft an und ich dachte bei mir, dass ich den sehr dünn und glatt ausspinnen kann. Ich hatte aber vergessen, dass die Kamelfasern sehr viel kürzer sind als die Merinofasern, so dass man schon aufpassen muss, dass einem das beim kurzen Auszug nicht aus den Fingern rutscht, wenn man gerade fast nur Kamel am Wickel hat. Die Fasern waren nicht so oft durchgemischt, dass sich ein gleichmäßig durchmischter Kammzug ergab, also fiel das dann schon mal auf.


Der versponnene Faden ist also nun nicht homogen hellbraun sondern wechselt zwischen weiß und kamelfarben hin und her. Das gefällt mir im Strang ansich ganz gut, aber ich weiß genau, dass mir das verstrickt zu unruhig sein wird. Ich werde dieses Garn also färben, nur wie, das weiß ich noch nicht. Vermutlich entscheide ich das kurz bevor ich damit ein Strickprojekt beginne. 


Vorbildlich wie ich zu mir selber nun im neuen Jahr (noch) bin, habe ich sogar Menge und Lauflänge usw. bei Ravelry im Stash eingetragen. Das habe ich nämlich sonst immer vernachlässigt, was eine einfache Suche nach Projekten für die entsprechenden Garne nicht eben einfach macht. Vielleicht trage ich das für die anderen Garne noch nach, wenn ich mal eine passende Minute finde.
Das war aber ja nicht das einzige, was den Weg auf mein Rad gefunden hat. Im Januar habe ich mir, trotz vieler Termine, dann doch mehr Zeit zum Spinnen genommen. Geholfen haben da auch zwei Spinntreffen. Das erste fand am 14.01. in Gettorf statt. Ich weiß leider gerade gar nicht, wer das organisiert hat (eine Freundin war da im Emailverteiler), aber wir waren ca. 90 Personen in den Räumlichkeiten der evangelischen Gemeinde dort. Ein perfekter, großer Raum mit Küche (jeder hat etwas leckeres mitgebracht) und allem, was man sonst so braucht. Einige hatten auch Spinnfasern zum Verkauf mitgebracht und es fiel uns unglaublich schwer, da standhaft zu bleiben (aber wir waren stark!!). An dem Tag hatten wir viele nette Gespräche und haben echt eine Menge gesponnen. Meine Merino-Babykamel-Mischung ist jedenfalls fertig und sah nach dem Verzwirnen und Baden, wo es ordentlich aufgepufft ist, so aus:



Das zweite war unser Lüneburger Spinntreff, den wir nun, auch wenn wir momentan deutlich weniger Leute sind, gerne öfters stattfinden lassen wollen. Nach dem Treffen in Gettorf habe ich die nächste Faser hergeholt, die ich schon etwas länger habe, und zwar 200g BFL-Bambus (60/40) aus der Stockumer Wollwerkstatt von 2015 oder 2016. Die Farben sind im Grunde nicht mein Favorit. Pink, lila, braun und weiß; aber das sah im Strang alles so schön sahnebonschig aus, dass ich nicht widerstehen konnte.


Versponnen im Single ist das so ein richtiges „Mädchengarn“, jedenfalls für diejenigen, die immer noch meinen, Farben geschlechterspezifisch trennen zu müssen (nebenher ein kleiner geschichtlicher Exkurs: rosa war im späten Mittelalter bei Männern sehr beliebt und man findet das auf vielen Bildquellen). Nicht meine Farbe (mal wieder), aber beim Zwirnen passiert ja immer nochmal was.
Letzten Endes gefällt mir das Garn doch ganz gut. Die Haptik sowieso; es fällt recht schwer, fast wie Seide, und die Farbe ist auch gar nicht so verkehrt. Im noch nassen Zustand habe ich gedacht, die steht mir sogar (haha). Nun ist alles etwas heller, aber ich bin nicht ganz abgeneigt.


Noch als ich nicht ganz fertig mit dem Zwirnen war, habe ich mir die nächste Faser gegriffen. Der Jahresanfang ist immer so motivationsgespickt, das ist kaum auszuhalten… Letztes Jahr habe ich bei John Arbon Textiles einige Testfasern bestellt, und da war eine Mischung aus Exmoor und Zwartbles dabei. Leider sind das nur 100 Gramm, aber man kann ja nachordern. 



Ich war auch fix durch damit; das fertige Garn gefällt mir ausgesprochen gut und die Fasern ließen sich ganz leicht und schnell verspinnen. Ich könnte mir vorstellen, dass aus so einem Garn auch mal ein Cardigan oder ein warmer Winterpulli werden könnte (hätte man denn mehr als 100 Gramm...).


Kaum war alles verzwirnt und vom Rad, habe ich schon die nächste Portion hervorgeholt. Vor einiger Zeit habe ich mal ein Tauschgeschäft mit Maren gemacht, wo ich von Ihr unter anderem einen Kammzug bekommen habe, der farblich genau in mein Schema fällt. Viele Leute finden die Farben zu dunkel, zu gedeckt, zu unbunt, ich finde sie genau richtig. Was für eine Schafsrasse das ist, kann ich gar nicht mal sagen. 


Der Kammzug ist vom Färben etwas angefilzt, so dass ich die Fasern portionsweise mit den Fingern lockere und dann verspinne. Das geht ganz gut, das Garn wird relativ dünn und gleichmäßig. Mehr davon gibts dann demnächst einmal, heute habe ich ein neues Buch gekauft und mit dem werde ich mich jetzt ins Bett verkrümeln :)


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Samstag, 17. Februar 2018

Ich nähe mir einen Wollmantel


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Ich glaube, ich schreibe auch mal ein bisschen was über meine Näherei. Zwar erwähne ich das hier und da immer mal, aber ich könnte ja auch mal die Entstehung meines ersten Wollmantels dokumentieren. Der „erste“ ist es im Grunde nicht; im Zuge meiner historischen Näherei hat es da auch schon was gegeben, aber um die soll es hier ja gar nicht gehen.
Ich nähe also einen Mantel. Am zehnten Januar hat mein zweiter Nähkurs begonnen (der erste hat mir so gut gefallen, dass ich gleich weitergemacht habe).  Es sind zum Großteil wieder die Leute dabei wie beim letzten Mal, aber auch zwei neue sind dazugekommen. Die Runde gefällt mir echt gut und die Schneiderin ist auch klasse!

Mein Projekt hierfür: Die "Jakke" von Evlis Needle



Tag eins des neuen Kurses begann also damit, dass ich da mit einem Haufen Wollstoff angekommen bin und gehofft hatte, dass ich alles schon mal soweit zuschneiden kann. Bis unsere Kursleiterin sagte „Das Muster kenne ich, das hat hier mal eine genäht; das saß fürchterlich…“. Bämm! Das saß aus dem Grunde nicht gut, weil sie ein Hohlkreuz hatte und man die Jacke an den Seiten nicht anpassen konnte, ohne den Rest der Konstruktion zu schrotten. Schade auch… Also hieß es: man nähe ein Teststück. Zwar hatte ich dafür keine Wolle da, aber alte Bettwäsche muss da reichen. Zumindest um zu sehen, ob das mit den Maßen in etwa hinkommt. Das Fazit war, dass das Teil (an mir) tatsächlich ehr bescheiden sitzt. Was man sonst noch hätte machen können: die runden Features an den Seiten weglassen und stattdessen irgendwelche interessanten Taschen aufsetzen, aber dafür brauche ich (mit Verlaub) keinen Nähkurs, denn das Muster ist im Grunde auch mit den runden Seitenteilen wirklich einfach, und so habe ich mich auf die Suche nach einer neuen Aufgabe gemacht.
Fündig geworden bin ich auf der Burda-Seite, auf der man jede Menge Einzelmuster finden kann. Allerdings muss man auch da eine Weile suchen, denn sehr viele der angebotenen Schnitte sind… ja wie soll ich das sagen? Einfach. Einfach im Sinne von „die Kleidungsstücke sind zwar nicht kompliziert zu nähen, haben aber auch keine schöne bis gar keine gescheite Passform“. Das erinnerte mich so ein bisschen an all die Strickmagazine, die man im Zeitungsladen bekommen kann. Da sind eine Menge Strickmuster drin für Krausrechts-Schals, die in den 80ern schon keiner gerne getragen hat. Ihr wisst was ich meine? Guckt man dann bei den höheren Schwierigkeitsgraden, werden die Schnitte interessanter, und auch da habe ich dann meinen zukünftigen Mantel gefunden. Das ist dieses Modell und mit Schwierigkeitslevel 4 kann man nicht so viel falsch machen, wenn man ein bisschen was lernen möchte.
Im nächsten Nähkurstermin meinte die Schneiderin, sie hätte den vor Jahren auch einmal genäht. Ich habe dann mit dem Zuschnitt angefangen und erschreckt festgestellt, dass der Stoff in der Breite um gute 15 cm geschrumpft ist. Gut, dass ich den Rest des Ballens gekauft hatte und so ein Stück mehr hatte. Aber nach dem puzzeligen Zuschnitt hatte ich auch nur noch Schnippel übrig; beste Verwertung würde ich sagen! Leider musste ich nochmal los und sowohl Gewebeeinlage als auch Futterstoff kaufen. Bei der Menge der Gewebeeinlage (die man ja nicht für jedes Teil braucht), habe ich mich leider auf die Verkäuferin verlassen, so dass ich noch ein zweites Mal los musste, um noch welche nachzukaufen.

Schnippschnapp, pappeldipapp; Gewebeeinlage aufpressen ist nicht gerade eine spannende Sache, aber ich kam nicht drumherum. So richtig gut hält das Zeug ja nicht…




An einem Wochenende habe ich mich mal hingesetzt und das Futter zugeschnitten. Das muss man normalerweise nicht versäubern, also konnte ich mir den Zirkus schonmal sparen. Aber eines habe ich beim Zuschnitt gelernt: ich werde nie wieder Teile in doppelter Stofflage zuschneiden. Eigentlich weiß ich auch, dass das nicht taugt, aber ich falle immer wieder darauf herein. Zeichnet man am Ende die Nahtkanten nochmal s sauber auf stellt man nämlich fest, dass die Teile im Bereich der Nahtzugabe  schon stark unterschiedlich sind, jedenfalls wenn man dicken Wollstoff verwendet. Es passt alles drauf, so ist es nicht, aber gleichmäßig ist anders. Und ich hätte lieber exakte Teile als vermeintlich gesparte Zeit. Die geht nämlich wieder drauf, wenn ich die Schnittteile zusammenstecke und aufgrund der nicht exakt gleichen Nahtzugabe darauf achten muss, die Nahtlinien übereinander zu bringen. Wären die Teile gleich, könnte ich sie aufeinander legen, aber so geht das in diesem Fall nicht.
Die Industriepaspeltaschen waren auch so eine Sache. Eigentlich wollte ich die aus dem gleiche Stoff wie den Rest nähen, aber das Ganze war dann viel, viel zu dick, und so habe ich einen anderen Wollstoff genommen. Der farbliche Kontrast gefällt mir gut und das ließ sich auch ganz prima verarbeiten.



Dieses Wochenende bringe ich die Taschenbeutel an und nähe das Futterinnere komplett zusammen. Dann bin ich auf den nächsten  Mittwoch gespannt, wenn ich mir im Nähkurs die nächsten Hinweise abhole, von denen in der knappen Anleitung nicht die Rede ist. Das ist ja ein Burdaschnitt, der irgendwann schon mal in einem Heft erschienen ist, in dem dann immer 20 oder mehr Muster drin sind. Ich habe ihn nun als Einzelmuster gekauft und finde in der Anleitung schon Hinweise auf das Heft und auf Bildverweise, die ich mit dem Einzelkauf nie erhalten habe. Liebe Burda, das ist Tinnef! Entweder packt Ihr das alles in das Einzelmuster rein oder ihr hört bitte auf, soviel Geld dafür zu verlangen!

Genug geärgert, irgendwie werde ich das schon hinschieben.

Mehr dazu zu gegebener Zeit.

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Samstag, 6. Januar 2018

Wollfeste 2018

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Wollfeste sind immer wieder schön, auch wenn ich Angst habe, sie eines Tages etwas über zu haben. Mein erstes habe ich 2014 besucht, als ich gerade mit dem Stricken angefangen habe, und so um 2016 herum hatte ich das Gefühl, dass die nun wie Pilze aus dem Boden sprießen; ähnlich wie damals all die "Mittelalter"märkte. Aber wie gut, man kann für sich ein paar herauspicken, denn man muss ja nicht auf jeder Hochzeit tanzen. 







03.-04.03.2018: Leipziger Wolle-Fest und Stoffmesse

Ich glaube zwar nicht, dass ich hinfahren werde, aber da ich von einigen weiß, die letztes Jahr dort waren und viel Spaß hatten, schreibe ich es einfach mal als Tipp mit hier rein. Mehr Informationen dazu gibt es auf deren Internetseite, und die findet Ihr hier. Falls es mit doch noch in den Kopf kommt, werde ich vielleicht einen Kurztrip daraus machen, aber gerade in dem Monat ist noch so einiges andere los.

15.-17.03.2018: Edinburgh Yarn Festival (UK)

Mein ganz klarer Favorit, nicht zuletzt weil ich zu der Zeit Leute treffe, die ich im Jahr nicht so oft sehe. Wir werden zu viert einen Tag dort verbringen und uns berieseln lassen und mit Sicherheit auch das ein oder andere einkaufen. Die Internetseite ist hier. Die Auswahl der Aussteller ist immer sehr besonders und trifft meinen Geschmack echt gut!

25.-26.08.2018: Hamburger Wollfestival

Lange Zeit war gar nicht so klar, was denn nun passiert mit dem Hamburger Wollfest, nachdem die bisherigen Veranstalterinnen verkündet haben, die Organisation nicht weiter führen zu wollen. Jemand anderes fand sich und lange, lange war Ruhe. Jetzt, ein halbes Jahr später, bekam ich einen Newsletter, der mir hier genanntes Datum als das für das Hamburger Wollfest angekündigt hat. Was es dort geben wird, wie das ganze aufgezogen wird, darüber weiß man noch nichts, aber lassen wir uns überraschen.

08.-09.09.2018: 10. Deutsches Ravelertreffen / Lüneburg Wollfühlparty

Seit einiger Zeit organisiert die Sabine (einige kennen sie vielleicht als Sasa Handmade) das 10. deutsche Ravelertreffen bzw. die Lüneburger Wollfühlparty. Sie gestaltet das sehr offen und hört sich auch um, was potenzielle Besucher denn so wünschen und /oder erwarten. Ich freue mich drauf, denn es ist in der Nähe und schreit förmlich nach einem Ausflug mit meinen Strickmädels.

20.-23.09.2018: Strikkefestival Fanö (DK)

Hier war ich noch nie, aber es soll ganz toll sein. Vielleicht schaffe ich es für einen kurzen Ausflug dorthin, mal sehen. Und wenn ich am Ende nur strickend am Strand sitze, das macht nichts. Ich behalte das im Auge. Die Seite dazu gibts hier.


22.-30.09.2018: Shetland Wool Week (UK)


Das war eines meiner Highlights 2017, aber dieses Jahr werde ich es leider nicht schaffen. Wer Lust auf eine Wollwoche  hat, in der es nicht primär ums kaufenkaufenkaufen geht, sondern in der man auch viele Künstler besuchen kann, sich treffen und Geschichten erzählen lassen kann, in der man Vorträge besucht und Höfe sowie Spinnereien, der sollte sich diese Woolweek gönnen. Es loht sich! Mehr Infos dazu hier. Das Konzept ist einfach toll!




Vielleicht ist für Euch ja auch etwas dabei. Bestimmt gibt es überall im Lande noch diverse weitere Wollfeste, aber alle kann ich eh nicht aufführen, und zu allen fahren kann und will ich sowieso nicht :) Aber vielleicht trifft man sich hier und da, das wäre schön!

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Mittwoch, 3. Januar 2018

Celtic Myth - mein Tuchstart 2018

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Das Tuch Celtic Myths ist eines der Tücher, die seit 2016 irgendwann in meiner Ideenkiste herumdümpeln. Es ist schlicht, hat aber eine Besonderheit: die Zopfmusterkante in Form eines keltischen Knotens. Während ich so herumüberlegte, aus welchem Garn ich es denn stricken könnte (eine Idee gabs von Anfang an), wurde das Design nochmals überarbeitet. Anfangs bildete sich am Anschlag eine Art Beule im Tuch, aber das ist nun vorbei. Man gut, ich hätte mich sonst auch geärgert. Kleine Vorschau:


Die Anleitung gibt es übrigens kostenlos, was ich für ein am Ende doch recht aufwendiges Tuch schon sehr großzügig finde. Mein Ziel für den Januar war "ein Tuch anschlagen", nur wusste ich nicht, welches es werden sollte. Auf dieses hier fiel nun die Auswahl. Wenn ich so weiter mache mit der Stashverwendung, wie ich gerade anfange, sieht es gut aus, aber werden wir mal nicht vorschnell in Jubel ausbrechen...

Beulenfrei habe ich mich nun also endlich, bestimmt zwei Jahre später, für genau die Wolle entschieden, die ich von Anfang an dafür hernehmen wollte: Wollmeise Pure in der Farbe "Unbeschreiblich".


Wobei die Farbe gar nicht so unbeschreiblich ist. Ungeachtet meines mittelmäßigen Fotos handelt es sich um ein graustichiges violett, schlammig, gedeckt und in meinen Augen echt schön. Das habe ich schon seit 2015 bei mir, und so passt es gut in meinen Vorsatz, Vorhandenes zu verwenden. Bevor ich damit zum Zopfmuster komme, habe ich eine Weile glatt rechts vor mir, was sich aber gut trifft. Am Freitag ist bei Mylys wieder Knitnight, und da benötige ich etwas, bei dem ich mich nebenher gut unterhalten kann. Mein "Morning Mist" von neulich wird auch dabei sein, denn da geht es auch nur dumm in der Runde herum, aber so habe ich dann doch noch sowas wie Abwechslung. Oder so :)

Mehr zu diesem Tuch werde ich schreiben, sobald es etwas zum Vorzeigen gibt.
Bis dahin;
vielleicht bis Freitag;

Diana :)

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Dienstag, 2. Januar 2018

Faserverzückter Jahresrückblick 2017

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Hier einmal der Jahresrückblick 2017 für Euch. 
Ohne alles, ohne Shownotes, nur Rückgeblicke. 

Viel Spaß!

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Freitag, 29. Dezember 2017

Morning Mist - Mustermist zum Jahresende

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Ich habe es geschafft: all meine Strick- und Spinnprojekte sind zum Jahresende fertig geworden. Kaum zu glauben, wenn man weiß, was bei mir im Dezember alles so los war. Weihnachten ist nun vorbei (schonmal gut) und ich habe noch ein paar wenige Tage, bevor unser Silvesterbesuch eintrifft. 

Als erstes Projekt für 2018 habe ich mir ein Oberteil herausgesucht, dass ich schon in 2016 hatte stricken wollen, nämlich das Shirt Morning Mist von Annie Rowden. Im Grunde ein einfachtes Shirt ohne zusätzliche Ärmel (wie nennt man denn das, was da dran ist - überschittene Ärmel?) und mit einem Musterstreifen hinten über den Rücken als Blickfang. Das Muster habe ich im April 2016 gekauft und die Wolle dazu einen Monat später beim Kieler Wollfest.

Pascuali - Bio Cotton LL 150m/50g

Ich hatte kurze Zeit später auch schon angefangen, aber das Muster hat mir so einige Probleme bereitet. In einigen Reihen wird ein Stich namens p2tog tbl verwendet, also zwei Maschen links zusammenstricken, aber durch die hinteren Maschen. Das geht so:


Bei normaler Wolle, die in der Regel ja auch etwas dehnbar ist, mag das ganz gut funktionieren. Aber mit meiner unelastischen Baumwolle, die ich fester gestrickt habe, damit das am Ende nicht so ausleiert, war das ganz schön fummelig und ist mir schnell auf die Nerven gegangen. Also aufgeribbelt und wieder weggelegt "für später". Später ist heute, aber das p2tog tbl wird einfach nicht toller. Durch das Gefummel ist das total unentspannt zu stricken und das mag ich nicht. Also: wieder alles aufgezogen und nach Alternativen gesucht. Natürlich habe ich mittlerweile meine Maschenprobe für das Garn verbummelt und ein anderes von mir getestetes Muster hat sich auch als untauglich erwiesen. Ribbel Nummer drei... Nun nochmal klassisch eine kleine Maschenprobe gestrickt und (wieder) neu angefangen. Statt dem verhassten p2tog tbl habe ich mich auf p2tog beschränkt und das Muster ein paar Reihen lang gestrickt, um zu sehen, ob das gar zu schlimm ist. Man sieht es, ja, aber nur wenn man es weiß oder eben mit Adlerauge schaut. Ich habe beschlossen: das ist super und ich lass das jetzt so. 


Was ich auch noch weggelassen habe (aber nur, weil ich da keine Lust drauf habe), ist das Muster im provisorischen Anschlag zu beginnen, so dass ich am Ende ein symmetrisches Paneel habe. Das darf so sein, und das wird gut.

So also habe ich den Start für mein erstes 2018er Projekt angelegt und freue mich sehr auf dieses Oberteil. Da es aus reiner Baumwolle besteht, schreibt es nach Sommer. Auch wenn ich nicht so der Sommermensch bin :)

Jetzt aber werde ich den Nachmittag nutzen und angefangene Nähprojekte weiterzubringen. Gestern schon habe ich ein Tanktop fertiggestellt, das seit August auf Arm- und  Halsausschnittbündchen wartet. Schnelle Sache, eigentlich, aber man muss halt Lust dazu haben. Heute wird noch eine Marlenehose mit Knöpfen versehen und ein Sweatkleid fertiggenäht. Eine Bluse habe ich auch schon repariert. Eieiei ich  scheine Nachholbefarf gehabt zu haben. Mehr dann zu all dem und dem Morning Mist im kommenden Jahr.

Einen guten Rutsch und ein großartiges neues Jahr wünsche ich!

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Dienstag, 26. Dezember 2017

Herdwick - Lake District Schafe

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Am Tage vier meines Kalenders bekam ich eine rein englische Faser. Das freut, denn ich mag die britische Wolle unglaublich gerne. Diese hier hatte ich mal in einer kleinen, gemischten Probe, so ist es toll, sie auch mal einzeln zu behandeln.

Bildquelle:
Von Alexander Baxevanis from UK - Lake District Grazing Sheep, CC BY 2.0,
 https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9716965

Herkunft und Geschichte:
Diese Schafe gibt es ausschließlich im Lake District in Cumbria/England und ist eine alte britische Landrasse. Wo die genau herkommen, weiß wohl keiner, wohl gibt es aber diverse Vermutungen, dass sie mit der Spanischen Armada um 1500-nochwas hergekommen sind. allerdings haben sie keine Ähnlichkeit mit anderen Schafsrassen dort, und so wird sich das nie klären. Fakt ist, dass es die Herdwicks schon viele hundert Jahre gibt und dass sie zu den robusten Rassen gehören, was Wind und Wetter anbelangt. Im Grunde stehen sie immer draussen, auch im Winter, und im Lake District regnet es viel. Ausserdem sind sie wohl sehr standorttreu.                

Stapellänge:
Die liegt bei 7,5 bis 25 cm und die Fasern haben eine Stärke von 36-40 micron. Also schon ordentlich. Die Schafe sind klein, so wiegt ein Vlies ungewaschen zwischen 1,5 und 2 kg.
Wegen dem noch stark enthaltenen Restfett habe ich der Wolle eine Wäsche gegönnt, damit ich mir das Spinnrad nicht so zuschmaule. Danach habe ich die Wolle nur aufgezupft und dann versponnen. Ich Dummerjan habe allerdings vergessen, mir ein paar Fasern als Rohwollbeispiel beiseite zu legen, so dass ich die gar nicht zeigen kann.

Spinnbarkeit:
Ich habe hier auch wieder einmal den kurzen Auszug angewendet. Sicher ist der lange da auch super, aber der ist nun mal nicht mein Favorit. Die Fasern ließen sich aber so echt gut ausziehen. Ein paar Gnubbel habe ich hineinbekommen, aber das nicht so schlimm.
Das fertige Garn ist sehr robust und eignet sich meiner Meinung nach ehr für Taschen, Sitzkissenhüllen, Decken und dergleichen. Auf der Haut möchte ich es nicht so direkt tragen, aber als Übersocke oder sowas fände ich das glaube ich nett.



Fazit:
Wenn man ein robustes Garn herstellen möchte, ist Herdwick eine gute Wahl. Die Farbe ist ganz toll und die Fasern sind schnell und gut verspinnbar. Sollte ich mir diese Faser nochmal besorgen, müsste ich vorher überlegen, wofür, denn ich selber würde es nicht für alles verwenden wollen. Dennoch: gefällt!

Danke Karin!


Freitag, 22. Dezember 2017

Blue Faced Leicester

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Die Wolle stammt von einem BFL-Züchter namens Henry Seifert, wie sich im Forengespräch herausgestellt hat. Das ist wohl „der“ BFL-Mann in Deutschland, was gut zu wissen ist, falls man doch mal ein ganzes Vlies haben möchte.



Geschichte:
An den BFLs wurde schon seit dem 16. Jahrhundert herumgezüchtet und in Großbritannien ist BFL die am meisten verbreitete Zuchtrasse für Kreuzungen. Laut Wikipedia wurden die ersten Schafe erst 2014 nach Deutschland gebracht, was ich mir aber irgendwie nicht vorstellen kann. 2016 gab es wohl erst 21 registrierte Tiere.  Wer da mehr wissen möchte, könnte sich an oben genannten Herrn Seifert richten, der kann da garantiert was zu sagen.
Zum Aussehen: Die Schafe haben exzellente Wolle und sehr hochwertiges Fleisch. Das langohrige Schaf hat soetwas wie eine Römernase und sieht damit ganz putzig aus. Die Wolle glänzt leicht und hat eine Einzelhaardicke von 24-28 Micron. Das „blue“ im Namen kommt übrigens von der Hautfarbe des Kopfes, dass bläulich durch die Behaarung scheint. Bei einigen Schafen ist das aber auch einfach nur braun.



Stapellänge:
Die Locken haben viel Crimp und sind langgezogen etwa 7-15 cm lang. Ich habe die mit den Handkarden nochmal kardiert und eine unglaublich riesige Wollwolke erhalten, die gefühlt nichts gewogen hat.

Spinnbarkeit:
Der frisch gesponnene Faden wirkt durch das Restfett leicht wachsartig, aber ist im Grunde ganz weich. Die Fasern waren auch nicht rutschig, wie das bei fertigen Kammzügen der Fall sein kann. Die Fasern ließen sich im kurzen Auszug sehr gut ausziehen und das verzwirnte Garn ist einfach toll.



Fazit:
Das weiche aber dennoch griffige Garn könnte ich für alles verwenden, was direkt auf der Haut aufliegt. Nicht gerade für Socken, ich glaube, da ist das nicht stabil genug, aber für Tücher, Cowls und Oberteile sowie Handschuhe auf jeden Fall.
Bisher kannte ich BFL nur als Kammzug und liebe diese Sorte sehr. Aber als Rohwolle ist sie nochmal ganz anders. Die Aufbereitung der stark gewellten Locken ist etwas mühsam, lohnt sich aber. Mir gefällt BFL als Rohwolle extrem gut und da werde ich mich bestimmt mehr von besorgen.

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Donnerstag, 21. Dezember 2017

Nicht mehr lange und 2018 beginnt

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Wie ich mir mein (Werk)-Jahr 2018 vorstelle (ein 5-Punkte-Plan)

Pünktlich im Dezember  wird es für mich Zeit, zurück und auch vor zu blicken. Ein ganzes Jahr ist schon wieder vorbei und ich habe viel erlebt und viel geschaffen. Um diese Zeit ruft die Ziska von der Urbanen Spinnstube immer zum Faserverzückten Jahresrückblick auf (hieß der nicht mal faserverrückt?? Egal….), an dem ich auch gerne teilnehme. Den werde ich aber zu einem späteren Zeitpunkt machen, denn hier geht es nur um die Frage, was strebe ich in 2018 an? Für mich selber möchte ich versuchen, mein Leben weiter in entspanntere Bahnen zu lenken. Ich habe im letzten Jahr viele Dinge von mir abgeworfen, die dazu beigetragen haben, dass mir das Leben extrem laut und stressig erschien, und da möchte ich weiter dranbleiben. Doch hier geht es ja um Handarbeiten, um Werkeleien und um kreative Dinge. Also stelle ich die Frage: wie möchte ich das neue Werk-Jahr beginnen? Denn auch da brauche ich für mich zumindest den Versuch einer Struktur, damit ich nicht das Gefühl habe, 435678 Dinge gleichzeitig anzufangen und mich mit allem zu verzetteln. Schon blöd, wenn man so einen Ordnungszwang hat (hahaha). In meiner Jugend war das anders, da konnte es nicht chaotisch genug sein, aber so langsam kommt dann der Ordnungsfimmel durch (danke Papa!). Also was nun?

  • Alte Projekte abschließen

Ich hatte mir vorgenommen, alle begonnenen Strickprojekte aus 2017 zu beenden und auch das Spinnrad frei zu spinnen, so dass ich frisch wieder starten kann.  Erstaunlicherweise hat das gut geklappt, trotz dass ich doch noch einen Cowl angefangen hatte. Zwischen Weihnachten und Neujahr kann ich mich also mal voll aufs Nähen konzentrieren oder noch ein bisschen Färben. Das Spinnrad ist auch soweit leer; wenn ich noch etwas draufwerfe, dann Faserproben aus meinem Faseradventskalender, den ich momentan da habe. Ich habe es dieses Jahr nicht geschafft, meine tägliche Portion sofort zu verspinnen, dafür war einfach zu viel los. Dummerweise habe ich ein Alt-Ufo, das liegt und liegt und nicht weitergehen will. Ich wollte immer noch Kissenhüllen nadelbinden, aber irgendwie fehlt mir die Muße. Im Grunde bräuchte ich da auch nur jeden Abend zwei Meter Faden vernadeln, dann wird’s auch größer. Aber hätte-hätte-Fahrradkette, ich mache es nicht. Auch das soll nun endlich aus dem Schlaf erwachen und was werden, wenn auch nicht mehr in 2017. Wir warten das ab, gell?

  • Den Stash auf aktuelle Zahlen bringen

Wir alle nehmen uns glaube ich ständig vor, mehr aus dem vorhandenen Materialvorrat zu verwenden, so dass Dinge nicht ewig liegen, über die man sich irgendwann einmal beim Kauf so gefreut hat. In Sachen Spinnfasern bin ich da auf gutem Wege. Trotz der Teilnahme am Never Ending Gradient Club von Hilltop Cloud hatte ich am Ende weniger Spinnfasern in Besitz als vorher. Vieles habe ich versponnen und  einen kleinen Teil auch verkauft. Mein diesjähriges Ziel wird wie im letzten Jahr lauten: drei Kilogramm weniger im Stash. Ich versuche, häufiger zu spinnen und ich werde auch den Gradient Club abbestellen, sobald ich ein ganzes Jahr damit voll habe. So schön ich die Fasern auch finde, möchte ich mich doch nicht überhäufen damit. Noch besteht der leise Hauch einer Chance, daraus ein ganzes Projekt zu machen. In Sachen Wollknäulen muss ich etwas ranklotzen. Ich würde gerne vermehrt handgesponnenes verarbeiten, aber das ist nicht so einfach, weil ich oft nur kleine Mengen Garn von einer Sorte besitze. Wir schauen, was mir im Laufe des Jahres so an Kleinprojekten einfällt. Allerdings ist das mit dem Handgesponnenen eh so eine Krux, denn mit jeder Faser, die ich verspinne, erhöht sich die Menge der Garne automatisch. Ein Teufelskreis… Es gibt ja Menschen, die ein Jahr lang nur handgesponnene Garne verwenden wollten. Ob das so funktioniert hat, habe ich nicht verfolgt, aber vielleicht wäre das tatsächlich mal eine Option. Beim längeren darüber Nachdenken komme ich aber vermutlich zu dem Schluss, dass ich das gar nicht will, weil mir das am Ende zu eintönig ist oder ich mir aus der Not heraus einfach „irgendwelche“ Projekte dafür ausdenke, die ich gar nicht wirklich machen will. Kommt Zeit, kommt Idee, kommt Projekt.

  • Mehr Doku oder nur andere Doku?

Ich habe diesen Blog aufgrund meines Podcastes leider vernachlässigt, das fällt mir immer wieder auf. Mein Wunsch ist es eigentlich, wieder mehr Artikel zu schreiben. Ich habe zwar keine Ahnung, ob die überhaupt gelesen werden und ob Sie Euch auch gefallen, aber ich möchte das trotzdem tun. Ich möchte meine Projekte vorstellen und mit mehr Bildern versehen, die ich dann hier, außerhalb von Ravelry, auch zeigen möchte. Zum Thema „mehr Doku“ hatte ich kürzlich einen Artikel zum Thema Projektbuch geschrieben; auch das will ich möglichst sinnvoll füllen, wenn möglich auch mit Fotos. Ich war mal wirklich gut im Fotografieren (zumindest in der Analogfotografie), aber meine Faulheit reicht so weit, dass ich Projektfotos fast nur noch fix mit dem Handy knipse. Fatal, fatal, das gefällt mir nicht. Dabei ist es doch mit Digitalkameras so herrlich schnell und einfach gemacht, wenn man nicht gerade noch stundenlang am Bildbearbeitungsprogramm sitzt (meine Meinung dazu: entweder ich wähle gleich die richtigen Einstellungen für ein Foto, dass mir gefällt oder ich lasse es).
Ja und zu all dem kommt mir immer wieder die Frage in den Sinn: will ich den Podcast wirklich weitermachen oder mich lieber auf das Schreiben von Artikeln konzentrieren? Ich merke immer wieder, beides passt irgendwie nicht. Entweder habe ich davon erzählt, dann muss ich nichts mehr dazu schreiben. Oder ich habe etwas geschrieben, dann muss ich es ja nicht nochmal wieder erzählen. Wobei  bestimmt nicht jeder meinen Podcast hört und auch den Blog liest. Aber für mich ist das alles doppelt gemoppelt. Zu einer endgültigen Lösung bin ich auch da noch nicht gekommen. Leider gibt es meiner Meinung nach zu wenig Audiopodcasts im deutschsprachigen Raum (zum Thema Wolle und Co.), da so ziemlich jeder irgendwie bei Youtube Videos aufnimmt. Da wäre es schon schade, meinen zu beenden, aber was nützt es, wenn ich nicht zufrieden bin? Ich überlege da noch eine Weile drauf herum.

  • Bewusster kaufen

Ich spreche vermutlich einigen aus der Seele, wenn ich sage, ich kaufe auch einfach mal Material, was ich schön finde, ohne dafür auch nur die leiseste Idee eines Projektes zu haben. Einfach erstmal toll finden und haben. Das hat mir viele kleinere Portionen Garn oder Fasern beschert und ich habe Schwierigkeiten, das zu gescheiten Projekten zu verarbeiten. Das soll (mal wieder) anders werden.  Vielleicht schaffe ich es, nur für konkrete Projekte einzukaufen. Verbieten werde ich mir nichts, warum auch? Aber drüber nachdenken werde ich. Da dieses Jahr wieder diverse Wollfeste stattfinden, werde ich mich da mal umsehen, denn das macht mir sehr viel mehr Spaß, als irgendwo blind online etwas zu bestellen. Auch hier kann ich nur sagen: wir gucken am Ende des Jahres mal, wie gut ich mich hier und da zusammenreißen konnte oder eben auch nicht.

Wollfeste ansich gibt es ja mittlerweile gefühlt wie Sand am Meer. Ein paar wenige picke ich mir da heraus und gehe nicht zu allem, denn ich fürchte, dass man das auch irgendwann über haben könnte. Da wäre vom 15.-17.03.18 das Edinburgh Yarn Festival, auf das ich wieder fahren werde; nicht zuletzt, um mich mit meinen Freunden aus Edinburgh und Glasgow zu treffen.  Am 08. Und 09.09.18 findet das 10. Deutsche Ravellertreffen statt und man findet es unter dem Namen „Lüneburger Wollfühlparty“ in Lüneburg. Ich bin gespannt, was Sabine da so auf die Beine stellt und werde auf jeden Fall dabei sein. Irgendwann gibt es auch noch das 3. Heide-Wolle-Fest; ich schätze mal wieder Mitte Oktober. Einmal war ich schon da und das war klein und sehr fein. Vor einiger Zeit stand es mal im Gespräch, dass das Hamburger Wollfest nicht mehr stattfindet, weil die bisherigen Organisatorinnen das nicht mehr übernehmen möchten. Das ist auch noch aktuell, aber die Alternativveranstaltung, um die sich unter anderem die Dame hinter Vegarn kümmern wollte, besteht bisher nur auf dem Papier. Ob da noch was kommt, weiß bisher niemand, aber ich warte das mal ab. Ich muss auch nicht überall hin, aber wenn etwas in der Nähe stattfindet, fahre ich gerne um des treffen willens hin. Aber man sieht: es gibt schon einiges und die Versuchung, sich mit neuem Material und Ideen einzudecken ist groß.

Mein was-kaufe-ich-Gedenke erstreckt sich übrigens auch auf andere Dinge in meinem Leben. Manchmal mache ich die Schränke auf und denke bei mir, ich habe zu viele Stifte, zu viele Tees, zu viele dies und das, und es wird wirklich mal Zeit, all das konsequent aufzubrauchen. Bei Stiften ist das relativ schwierig, wenn man nicht permanent schreibt und malt, aber ich werde mir Mühe geben. Leider habe ich eine Schwäche für nette Schreiber, das macht es nicht einfacher.  Also noch ein Punkt für mich: Verbrauchsmaterial einfach mal verbrauchen. Auch Cremes, Seifen, trallala. Ich drücke mir die Daumen, denn ich fange immer hochmotiviert an und komme dann an einen Punkt, wo ich mir sage „och nur eins, das macht den Bock nicht fett“ und pling, bin ich verloren.

  • Entspannt werkeln

Ich bewundere Leute, die immer nur ein Projekt in der Mache haben. Ich weiß nicht, ob mir das nicht zu langweilig wäre, und so versuche ich mal, mir immer so zwei Strickprojekte zu halten und ein Projekt auf dem Spinnrad. Das sind alles so Vorsätze, die man am Jahresanfang trifft (hehe) und doch nicht hält, aber wir warten das mal ab. Das Fazit kommt dann im nächsten Jahresrückblick. Jedenfalls möchte ich mich nicht von irgendwelchen Deadlines getrieben fühlen. Die MMM-Aktion bei Ravelry, an der ich bisher immer teilgenommen habe, ist ansich super, nur wenn es auf Monatsende zugeht, denke ich immer bei mir, ich müsse dies, das und jenes noch fertig bekommen. Muss ich gar nicht, aber das ist ein Automatismus in meinem Kopf, den ich nicht ganz ablegen kann. Ich arbeite daran… Sollte es die Aktion in 2018 wieder geben, werde ich aber mitmachen. Zeitgleich werde ich ein Projektbuch führen (haha da kann ich dann meine Stifte „aufbrauchen“), weil ich da bei Ravelry ein bisschen angesteckt wurde. Ich mag auch mal wieder schreiben, malen und kleben. Wie entspannt ich da vorankomme, liegt am Ende bei mir selber, und ich mag das dokumentieren auch gar nicht missen.





Ja. So sieht es aus.

Mit all dem erzähle ich vermutlich keinem etwas Neues. Zum einen denken viele so, zum anderen unterscheidet sich das nicht so sehr von dem, was ich mir jedes Jahr vornehme. Vermutlich werde ich all das auch noch im Jahresrückblick erzählen, aber nicht jeder hört meine Audiofolgen. Sei’s drum, ich mag es, mir solche Dinge aufzuschreiben und am Ende zu gucken, was sich getan hat.

Ich wünsche Euch allen entspannte Weihnachtstage 
und einen guten Start in das neue Jahr. 

Mögen Euch nur gute Dinge widerfahren, möget Ihr gesund und glücklich bleiben (oder werden) und habt Spaß an allem, was Ihr tut! Vor allem: seid gut zueinander! Die Welt ist schlecht geworden, und man kann dem nur entgegentreten, wenn man selber mehr Acht auch auf andere gibt und sich dabei selber auch nicht vergisst.
Alles Gute! Ich freue mich, Euch auch in 2018 wieder in meiner Heilen-Welt-Werkelseifenblase willkommen zu heißen. Ahoi…

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Montag, 11. Dezember 2017

Gotländisches Pelzschaf

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Der Tag 2 des Faseradventskalenders brachte mir gotländisches Pelzschaf. Gotlandschafe, ich liebe sie. Allein schon wegen der Farbe!



Gotländische Pelzschafe:
Der Vorgänger des Gotlandschafes ist als nordeuropäisches Kurzschwanzschaf bekannt, das es schon seit der Eisenzeit gibt und bis ins 13. Jahrhundert auf dem Wappen Gotlands zu finden ist. Diese Schafe gibt es also schon ewig und es wurde durch die Jahrhunderte hinweg versucht, die Rasse immer weiter zu verbessern. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es verschiedene Arten von Gotlandschafen gibt. Da sind gehörnte Schafe und auch ungehörnte. Letztere sind dann als das "Gotlandschaf" bzw. auch Pelzschaf bekannnt. Die gehörnten sind die sog. "Guteschafe", von denen es nur noch ganz wenige gibt. Es gibt sehr viel über beide Arten zu schreiben, aber das führt hier zu weit. Es soll ja nur ein kleines Portrait werden. Von den Pelzschafen jedenfalls gibt es deutlich mehr, aber auch die sind eine gefährdete Rasse.
Wie sieht das Pelzschaf denn nun aus? Wie auf dem Bild zu erkennen sind die Schafe hornlos, grau und lockig. Die Lämmer werden schwarz geboren und werden dann mit der Zeit heller. Einige wenige bleiben jedoch schwarz. Die Böcke können mit ihren 80 cm Stockmaß bis zu 90 kg schwer werden, die Damen sind da (wie so oft) kleiner und leichter. Die Wollausbeute liegt so um die 4-6 kg. Wichtig zu wissen wäre, dass die Wolle schon filzt, wenn man nur an Wasser denkt. Sie muss also vorsichtig gewaschen werden, sonst hat man nur noch einen Klumpen. Für Filzprojekte eignet sie sich somit hervorragend!

Bildquelle:
Von Jens Bonderup Kjeldsen - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16629938


Stapellänge:
Ist auf dem Bild schlecht zu erkennen. Aber ziemlich kurz, wenn ich einzelne Haare mal so rauszupfe. So um die 4 cm sind das wohl. Auf dem Foto sind sie eigentlich nur auseinander gezogen.






Spinnbarkeit:
Ich habe die Fasern, so wie sie sind, im langen Auszug gesponnen. Mein Versuch, das im kurzen zu machen, scheiterte kläglich. Das geht bei kurzen Fasern, aber diese hier wollten das einfach nicht. Den langen Auszug fand ich aber auch mühsam, weil mir der Faden trotz gut Drall immer wieder riss. Man muss hiermit etwas üben glaube ich, dann geht das auch ohne Abrisse.

Fertiges Garn:
Das ist nicht mehr so weich wie die Fasern ansich, aber durch den langen Auszug schön fluffig. Das Garn würde ich für alles verwenden, was nicht so ganz direkt auf der Haut liegt. Oberteile (mit etwas darunter getragen) wären gut, eine Stola oder Handstulpen (an den Händen stört mich robustes Garn nicht). Für Mützen finde ich es auch ok.




Fazit:
Durch die kleine Probe bin ich im Grunde bei "ist etwas lästig zu verpinnen" hängen geblieben. Hier fehlt dann einfach die Routine. Ich habe Gotland bisher nur im Kammzug versponnen (und das ziemlich viel), das ist doch noch mal was anderes. Aber das Garn ist schon toll!

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Danke Angela für die tolle Wolle!


Sonntag, 10. Dezember 2017

Rauwolliges Pommernschaf aka Heidschnucke

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Mein Faseradventskalender begann mit einer Mystery-Faser, denn eigentlich sollte es sich um rauwolliges Pommernschaf handeln. Es stellte sich allerdings im Gespräch heraus, dass das wohl ehr eine Heidschnucke sei, weil sich in der Wolle viele Grannenhaare befanden, die ein rauwolliges Pommernschaf so nicht hat. Das ist gar nicht schlimm, denn Heidschnucke ansich habe ich noch nie versponnen. Das Spenderschaf lebt auf der Arche Warder (in Warder; Schleswig-Holstein).



Herkunft:
Die Heidschnucke ist ein Landschaf, das angeblich von den Mufflons abstammt. Die Herkunft des Namens finde ich ganz putzig, denn Schnucke kommt von Schnökern (=Naschen). und die Heidschnucke nascht halt viel Heide. Das ist unerlässlich, denn das Gehülz, was die Heide am Wachsen und Gedeihen hindert, wird von ihnen abgeknabbert, so dass die Heidelandschaft auf natürliche Weise erhalten bleiben kann. Wenn die Heide im Spätsommer blüht, zerreißen die Schnucken die Spinnweben im Heidekraut, so dass Bienen ungehindert ihren Tätigkeiten nachgehen können. Praktisch oder? So eine Heidschnucke wiegt um die 45-60 kg, kann bis zu 15 Jahre alt werden und 50-60 cm groß. Und Hörner haben sie auch, Männlein wie Weiblein. Das Fleisch soll auch sehr lecker sein. Ich muss zu meiner Schande gestehen, es noch nie gegessen zu haben, obwohl ich gar nicht weit von der Lüneburger Heide entfernt wohne.

Wer mehr über die Tiere wissen will, kann hier oder hier nachlesen. Auch gibt es dort weitere Bilder; die Tiere gibt es nicht nur in grau.

Bildquelle: Von Quartl - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8470198



Die Lämmer sind zunächst schwarz und nehmen im Laufe der Zeit die Farbe der Eltern an.

Stapellänge:
So um die 10 cm würde ich sagen. Die ganz weichen fasern sind kürzer, die Grannenhaare länger.



Haptik:
Im ersten Moment fühlt sich die Wolle recht robust an. Durch die weichen Stellen relativiert sich das teils wieder. Ich habe alles nochmal mit den Handkarden gemischt und habe so zwar immer noch eine robuste Faser, aber nicht mehr "ganz so schlimm". Was heißt schlimm? Es kommt immer auf die Verwendung an.

Spinnbarkeit:
Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber die Fasern ließen sich superleicht verspinnen. Ich habe den kurzen Auszug verwendet und der Faden ist auch ziemlich gleichmäßig geworden. Das fertige Garn ist immer noch robust und nichts, was ich für KLeidung verwenden wollen würde. Auch nicht für "Obendrübers", ehr für Decken, Teppiche oder für Kissen- oder Sitzhüllen. Taschen kann ich mir daraus auch gut vorstellen.



Fazit:
Ich kenne einige, die über Heidschnucke schimpfen. Bisher finde ich sie ganz nett, allerdings wäre ein ganzen Vlies mir auch bei weitem zu viel. Sollte ich sie nochmal verspinnen wollen, würde ich mir vorher überlegen, was daraus werden soll und so die Menge abschätzen. Die Farbe ist übrigens ganz toll; ein schönes, helles. lebendiges grau. Aber da ich eh ein Naturfarbenfan bin, kann man mich da auch sehr schnell begeistern. Das rauwollige Pommernschaf behalte ich aber dennoch im Hinterkopf.

Danke Tanja für die tolle Faser, auch wenn das nun doch kein Pommernschaf war :)


Samstag, 25. November 2017

24 Schafsrassen im Test – Der Faseradventskalender 2017

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Alle Jahre wieder habe ich im Dezember einen Faseradventskalender am Regal hängen. Alle Jahre ist gut, das ist nun das dritte Mal. Im ersten Jahr habe ich mir einen von Spinnert und Gewollt gekauft, im zweiten Jahr habe ich dann bei einem selbstgemachten mitgemacht. So ist es auch dieses Jahr. Auf meiner Lieblingsplattform Ravelry wurde in der Chantimanou-Handspinnerei-Gruppe zu verschiedenen Mitmachkalendern aufgerufen und ich habe mich für den mit Rohwolle entschieden. Jede Teilnehmerin bekam einen Tag zugewiesen und sollte 24 Päckchen mit je 10 Gramm Rohwollfasern bestücken.  Die gute Tanja hat sich also 24 große Kartons zuschicken lassen und alles umsortiert und zu uns zurückgesandt. Nun liegt er da, der tolle Kalender, mit 24 toll verpackten Wollportionen und grinst mich erstmal noch an.


Der erste Dezember fällt dieses Jahr auf einen Freitag (eigentlich perfekt, um gleich mit dem Spinnen zu beginnen). Durch einen echt vollen Terminkalender weiß ich aber schon vorher, dass ich es dieses Jahr nicht schaffen werde, den kompletten Kalender zeitnah zu verarbeiten. 

Dieser Kalender wird für mich glaube ich einen guten Lerneffekt haben. Wie kann man besser über die Spinnbarkeit von Fasern urteilen, als mit möglichst unveränderten Fasern? Unsere Vorgabe war, dass die Rohwolle gewaschen sein sollte und ggf. auch gekämmt. Es ging nicht um ungefärbte Kammzüge, sondern um die wirkliche Rohwolle. Jeder, der immer schon mal verschiedenste Rassen testen wollte, ist hier gut aufgehoben, weil zehn Gramm pro Faser eine gute Probiergröße abgibt. Ich war echt gespannt, was die Teilnehmer sich so ausgedacht haben und an was für Fasern man so gerät. Einiges kennt man sicher schon, aber anderes wiederum gar nicht. Ich möchte Euch hier den gesamten Kalenderinhalt vorstellen und über die einzelnen Fasern ein bisschen was berichten. 

Nun warte ich noch bis zur nächsten Woche und freu mich drauf :)

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Sonntag, 12. November 2017

Houtland - eine gefährdete Schafsrasse

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Diese Schafsrasse kannte ich bis vor Kurzem gar nicht. Als ich vor einiger Zeit einmal von jemandem angeschrieben wurde, ob ich nicht noch Seife schicken könnte, wurde mir im Tausch kardierte Rohwolle von eigenen Schafen angeboten. Ein bisschen Skudde habe ich bekommen und auch Houtland. Ich musste erstmal nachlesen, was das denn wohl ist. Viele Informationen gibt es leider nicht.

Die Rasse stammt wohl ursprünglich aus Belgien und ist eine Mischung aus dem französischen Sambre-et-Meuse und Vlaamse-Schafen. So weit, so gut, die beiden Rassen kenne ich auch nicht und werde mich auch da nochmal einlesen. Diese Rasse jedenfalls trat im 18. Jahrhundert erstmals als Fleischrasse auf und wird seit dem 19. Jahrhundert unterteilt in die Farbe der Köpfe. Es gibt sie nämlich einmal mit rotem Kopf und mit rot gesprenkeltem Kopf. Wo da genau der Unterschied liegt außer in der Farbe, weiß ich leider nicht.

Hier gibt es Infos und Bilder zum Schaf.

Die Böcke sind mit 83 cm etwas größer als die Damen, die bringen es nämlich auf ca. 73 cm. Erstere wiegen um die 87 kg und letztere gerade mal 60. Die Houtlands bringen oft Zwillinge und manchmal sogar Drillinge zur Welt. Nichts desto trotz gibt es nicht mehr sehr viele Tiere. Seit 1998 ist diese Rasse im sog. Herdbuch aufgeführt. Das ist ein von einem Zuchtverband geführtes Buch für beglaubigte Abstammungsnachweise. Die Rasse ist sehr gefährdet; ich habe gelesen, dass die letzte Zählung (leider ohne Jahresangabe, schlau…) 119 Schafe in 9 Herden ergab. Ich habe da also etwas ganz besonderes bekommen.




Die Wolle ist weiß und fühlt sich zunächst griffig, aber nicht übermäßig kratzig an. Die einzelnen Fasern sind etwa 6-8 cm, lang, soweit erkennbar. Leicht kräuselig sind sie, eben griffig. Spinnen ließen sie sich ganz gut, aber es war noch eine Menge Wollfett drin, so dass ich kleine Gnübbelchen nicht vermeiden konnte. Naja ich hätte langsamer spinnen können, aber das ist ok für mich. Die Rolags waren recht fest, so dass ich mich für den kurzen Auszug entschieden habe.



Gesponnen habe ich die Wolle auf dem Spinnrad, wobei das auch eine gute Handspindelwolle ist. Das fertige Garn hat ca. 348m auf 100g und ist nicht eben weich. Aber ich kann sie mir sehr gut für haltbare Socken oder auch für Armstulpen vorstellen. Für beides würde das reichen, wobei die Socken dann ehr kurze Schäfte hätten. Vielleicht färbe ich den Strang auch noch, aber dazu dann ggf. mehr.


Fazit: ich mag diese Wolle gerne und sage danke an Katharina, die sie mir zur Verfügung gestellt hat!

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